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Jubiläums GV  75 Jahre Schwingersektion Alpnach


Die sonntägliche Jubiläumsfeier begann in der Pfarrkirche mit einem Festgottesdienst und einer Jodlermesse, vorgetragen vom Jodlerklub Alpnach. In seinem Predigtwort zeigte sich Pfarrer Thomas Meli als Schwingerfreund. Die beiden Jungschwinger Thomas Albert als Turnerschwinger und Lukas Imfeld als Sennenschwinger demonstrierten nach Anweisung von Pfarrer Meli vor dem Altar verschiedene Schwünge, nachdem sie in die Schwingerhosen gestiegen waren. Mit dem Schwingerkranz auf dem Haupt gratulierte Pfarrer Thomas Meli den Schwingern zum 75-Jahr-Jubiläum. Seine Ausführungen entlockten den Gottesdienstbesuchern immer wieder spontanen Beifall. Anschliessend versammelten sich die Kirchenbesucher zu einem Volksapéro im Pfarreizentrum.



Sichtlich erfreut begrüsste Schwingerpräsident Bruno Betschart rund 150 Schwingerfreunde, darunter zahlreiche Ehren- und Freimitglieder, zur Jubiläums-Generalversammlung im Landgasthof Schlüssel. Einen besonderen Willkommgruss entbot er vom Innerschweizer Schwingerverband Vizepräsident Marcel Durrer und Franz Bellmont, vom Obwaldner und Nidwaldner Schwingerverband (ONSV) Präsident Maurus Adam und Sepp Reinhard sowie Korporationspräsident Marcel Jöri. «Mit grosser Freude und mit berechtigtem Stolz dürfen wir heute auf 75 Jahre Schwingersektion Alpnach zurückblicken», sagte der Präsident und erinnerte daran, dass die Gründung ebenfalls im Landgasthof Schlüssel stattgefunden hatte. Im Weiteren betonte er: «Mit dem heutigen Tag nehmen wir ein neues Kapitel der Vereinsgeschichte in Angriff. Mit Freude dürfen wir feststellen, dass sich der Schwingsport einer grossen Beliebtheit erfreut und in unserer Gesellschaft fest verwurzelt ist.»




Im Gründungsjahr 1935 hatte die Sektion Alpnach elf Aktiv- und 13 Passivmitglieder. «Infolge von Kriegswirren hatte unser Verein schon kurz nach seiner Gründung eine echte Krise zu überstehen. Zehn Jahre nach der Grünung konnte dann ein eigentlicher Aufschwung festgestellt werden. Am meisten Aktivschwinger hatte die Sektion in den 1970er-Jahren mit nahezu 50 Schwingern. Der Bestand von 435 Vereinsmitgliedern zeigt, dass unser Vereinsleben heute auf sehr gesunden Füssen steht», so Präsident Betschart. Für den Vereinspräsidenten hatte in diesem Jahr Stefan Gasser grossartige Vereinsgeschichte geschrieben. Mit dem unerwarteten Festsieg am Urner Kantonalschwingfest in Schattdorf «hat er uns ein besonderes Geburtstagsgeschenk gemacht», lobte der Präsident. «Am Brünigschwinget gelang ihm ein weiteres Husarenstück. Gegen hochkarätige Schwingernamen erkämpfte er sich den begehrten Bergfestkranz.» Und der Technische Leiter Ruedi Kiser erwähnte: «Am Frühjahrsschwinget in Sursee setzte Stefan Gasser ein erstes grosses Zeichen mit dem 2. Rang.» In der Cup-Rangliste des Obwaldner und Nidwaldner Schwingerverbands belegt Stefan Gasser den ausgezeichneten 2. Platz. Nur Benji von Ah, welcher in Frauenfeld seinen zweiten Eidgenössischen Kranz erkämpfte, konnte noch mehr Punkte sammeln. Das Fazit von Ruedi Kiser: «Stefan Gasser verfehlte zwar das Tüpfchen auf dem I am Eidgenössischen in Frauenfeld, aber mit dieser erfolgreichen Saison hat er unserer Sektion in diesem Jubiläumsjahr so oder so ein Riesengeschenk bereitet.»



Der 24-jährige Stefan Gasser, der als Zimmermann in Kerns arbeitet, erlitt im Herbst einen Unfall und musste am Knie operiert werden. Das Glück, am Eidgenössischen einen Kranz zu erkämpfen, war sehr nahe, «aber es musste leider nicht sein», sagte er. Mit einem Sieg gegen Matthias Glarner aus Meiringen hätte er den hartumkämpften Kranz in Empfang nehmen können. «Was noch nicht ist, wird sich hoffentlich ein anderes Mal einstellen», so der sympathische Stefan Gasser im Gespräch mit der ONZ. Er wird demnächst das Training wieder aufnehmen. Pro Woche trainiert er viermal und hat neben dem Beruf nur noch Zeit für sein Hobby, das Jassen. Ab Mai wird Stefan Gasser wieder auf den Sägemehlplätzen im Einsatz sein.


An elf Wettkämpfen erschwangen die Jungschwinger 43 Auszeichnungen, das sind elf mehr als im Vorjahr. «Der Höhepunkt der vergangenen Saison war sicherlich der Alpnacher Jungschwinget am 27. Juni. An diesem Anlass erkämpften sechs Jungschwinger eine Auszeichnung. Einen weiteren Höhepunkt war der Sieg von Markus Niederberger beim Obwaldner und Nidwaldner Kantonalen Jungschwingertag in Lungern in der Kategorie A, resümierte Jungschwingerleiter Daniel Amstad die wichtigsten Erfolge der Alpnacher Jungschwinger.


Einstimmig wurden die drei Vorstandsmitglieder, Präsident Bruno Betschart, Kassierin Marlen Odermatt und Materialverwalter Daniel Amstad, auf eine weitere Amtsdauer von zwei Jahren wiedergewählt. Als Rechnungsrevisor wurde Simon Frey bestätigt. Die drei Kampfrichter für 2011 sind Marcel von Flüe, Jo Zumbühl und Christoph Epp. Für den nach sechs Jahren zurücktretenden Andy Albert wurde neu René Limacher als Technischer Leiter in den Vorstand des ONSV gewählt. Einstimmig und mit Akklamation ernannte die Jubiläums-Generalversammlung Präsident Bruno Betschart zum neuen Ehrenmitglied. Er begann seine Schwingerkarriere 1991 mit einem Kranz am Urner Kantonalschwingfest, dem zwei Jahre später ein Eidgenössischer Nationalturnkranz folgte. 1990 wurde Betschart in den Vorstand der Schwingersektion Alpnach gewählt. Von 1998 bis 2002 übte er das Amt des Vizepräsidenten aus und seit 2003 präsidiert er die Alpnacher Schwingersektion. Er wurde als ruhiger, grosser Schaffer bezeichnet, der zielgerichtet seine Tätigkeiten ausübt. Die Jubiläums-Generalversammlung wurde mit Vorträgen des Jodlerklubs Alpnach unter der Leitung von René Frei und der Jungformation Echo vom Fuchsloch mit den beiden Jungschwingern Sämi Zumstein und Nando Durrer umrahmt.



Gratulationen

Maurus Adam, Präsident des Obwaldner und Nidwaldner Schwingerverbandes (ONSV), gratulierte der erfolgreichen Schwingersektion Alpnach zum 75-Jahr-Jubiläum und erwähnte: «Wenn ich versuche, die Schwingersektion Alpnach zu charakterisieren, so kommen mir die Prädikate Kameradschaft und Hilfsbereitschaft in den Sinn. Die Alpnacher Schwinger fallen, nebst den sportlichen Erfolgen, durch ihre Geschlossenheit, durch ihre Teamfähigkeit und durch ihre Kameradschaft und Fürsorge zueinander auf. Nicht nur die Erfolge feiert ihr miteinander, auch die Enttäuschungen eines Kameraden verkraften die Alpnacher miteinander. Mir gefällt der Zusammenhang im Verband, ich meine, dies ist ein guter Boden für sportliche Erfolge.»

Der Alpnacher Marcel Durrer durfte die Gratulationswünsche als Vizepräsident des Innerschweizer Schwingerverbandes überbringen. In die Reihen der Gratulanten stellte sich auch Korporationspräsident Marcel Jöri und gratulierte den erfolgreichen Alpnacher Schwingern sowie Patrick Langensand als Vertreter der Aktivriege des Turnvereins Alpnach.

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Arbeitsprogramm der Sektion

2011 folgt, erste Infos an der Jubi-GV 2010

Ideen und Anregungen für diese Hompage nehme ich natürlich gerne Entgegen. Wenn jemand einen Artikel oder Fotos der Sektion auf dieser Hompage platzieren möchte, nehmt Kontakt auf.  

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